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180 Die Luft der Musik

  • Autorenbild: Arthur Spirk
    Arthur Spirk
  • 12. Feb. 2016
  • 1 Min. Lesezeit


Das Angebot an klassischen CDs im Flug mit Air France von Paris nach Havanna ist erstaunlich. Zwar von Starinterpreten bestimmt und alphabetisch nach ihnen geordnet, aber keine blosse Liste von Klassik-Hits. Und ebenso erstaunlich unbrauchbar. Denn der Lärmpegel im Flugzeug ist so hoch, dass Feinheiten, Genauigkeit des Ausdrucks und Differenziertheit, also das, was diese Musik ausmacht, sich nicht Gehör verschaffen kann. Eigentlich lässt das Ohr den gleichförmigen Fluglärm mit der Zeit akustisch verblassen. Anspruchsvolle Musik aber hält die Störung unerbittlich aufrecht. Sie stösst das Ohr immer von neuem darauf, dass ihr die Luft fehlt. Wenn jeder Ton sich erst durch den Lärm kämpfen muss, ein Forte die Ohren schmerzt und ein Piano unhörbar bleibt, jeder Nachklang, jedes Atemholen, geschweige denn eine Pause von Lärm zugeschüttet wird, erschöpft sich Musik in Kritik am Lärm. Und versucht verzweifelt klarzumachen, dass ihre Erde die Stille ist, aus der sie wächst und auf die sie stets bezogen bleibt.

im Flugzeug von Paris nach Havanna am 18.04.2015

 
 
 

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