81 Kunst und Vorurteil
- Arthur Spirk
- 8. Juli 2016
- 1 Min. Lesezeit
Auf dem Rücken liegend in Äste und Blattwerk schauend sehen mich unversehens Gesichter an. Was im passenden Abstand für zwei Augen steht oder für eine Nase, einen Kinnbart, eine Frisur passt, wird ganz von selbst zu einem Gesicht ergänzt. Man muss nur leicht unscharf hinschauen. Sobald ich die Stellen genau ins Auge fasse, weichen die Gesichter und werden, was sie sind: Äste und Blätterbüschel.
Wer nicht genau hinschaut, ergänzt unwillkürlich nach seinen Denkmustern und öffnet den Vorurteilen Tür und Tor. Der Kunst hingegen gelingt es, uns zu Ergänzungen anzuregen, auf die wir ohne sie nicht kommen würden.
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