156 Erfolgsgeschichte Zirkus
- Arthur Spirk
- 19. Juni 2017
- 1 Min. Lesezeit
Woher rühren die Faszination und das Begeisterungs-Potential von Vorführungen, die eigentlich immer aus demselben Fundus schöpfen und immer wieder neue Varianten hervorzaubern? Früher waren dabei Tiere zu sehen, die fremd und exotisch waren. Elefanten, Zebras und prächtige Pferde sind heute nicht mehr ungewohnt. (Schön sind sie natürlich noch immer.) Eine Nummer mit Hunden aber fällt mehr auf. Zumal sie mit ihren übermütigen Sprüngen und oft komischen Aktionen vor Lebenslust zu sprühen scheinen. Die grösste Begeisterung aber lösen die schwierigen akrobatischen Akte und die turnerischen Kraft- und Geschicklichkeits-Hochleistungen aus. Den Artisten gelingt, was schier unmöglich ist. Sie nutzen die Schwerkraft so geschickt, dass sie zusammen mit ihrer Muskelkraft darüber triumphieren. Und auch bei den Tiernummern liegt der Kern im Erfolg, den Tieren etwas beizubringen, was sie von sich aus nicht können. Zirkus, das ist eigentlich eine Kette von Erfolgsgeschichten, an denen wir Zuschauer teilhaben und über die wir staunen, vor allem aber uns freuen können. Neid kommt nicht auf, weil das Können der Artisten und Tier-Dompteure so spezialisiert ist, dass es im eigenen Leben keine Funktion haben könnte. Wirkung und Grenze von Zirkus gehen dabei Arm in Arm. Denn Erfolg ist höchstens das halbe Leben. Die dunklere Hälfte gibt uns mehr zu schaffen. Das Drama mit seinem tragischen Scheitern ergreift uns darum unvergleichlich tiefer.
18.05.14. - nach dem Besuch des Zirkus Knie
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